Datenabruf, Datenformate und Datenstrukturen

Es ist bei der Prüfung von Datenstrukturen und Datenformaten auf Patentfähigkeit zwischen funktionellen und kognitiven Daten zu unterscheiden. Funktionelle Daten steuern eine Vorrichtung, die Daten verarbeitet. Funktionelle Daten umfassen entsprechende technische Merkmale der Vorrichtung. Kognitive Daten sind Daten, die nur für menschliche Nutzer von Bedeutung sind. Aus diesem Grund können funktionelle Daten zu einem technischen Charakter führen. Das gilt jedoch nicht für kognitive Daten.

Beispielsweise kann ein Aufzeichnungsträger codierte Bilder mit einer Datenstruktur speichern. Die Datenstruktur bestimmt, wie die Bilder aus dem Aufzeichnungsträger decodiert werden können. Diese Datenstruktur stellen funktionelle Daten dar und können technische Merkmale darstellen. Der kognitive Inhalt der Bilder, beispielsweise das Foto einer Person oder einer Landschaft, stellen keine technischen Merkmale dar. Dasselbe gilt für die Indexstruktur zur Suche eines Eintrags in einer Datenbank. Auch hierbei handelt es sich um funktionelle Daten dar, da sie die Methode vorgeben, wie ein Computer den Suchvorgang durchführen soll.

Beispielsweise kann eine elektronische Nachricht in eine Kopfzeile und einen Inhaltsteil unterschieden werden. Die Kopfzeile umfasst Anweisungen zur Verarbeitung des Inhaltsteils. Die Kopfzeile bestimmt, wie der Inhaltsteil verarbeitet wird, um dem Empfänger sinnvoll präsentiert werden zu können. Die Kopfzeile kann daher einen technischen Charakter aufweisen. Der Inhaltsteil ist nicht-technisch, da es sich um kognititve Daten handelt.

Datenstrukturen und Datenformate